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Künig: Pilgerführer nach Santiago de Compostela
Gegen Ende des Mittelalters unternahm ein Servitenmönch namens Hermann Künig eine Wallfahrt zum Grab des Apostels Jakobus in Spanien.
Das allein ist kaum der Rede wert, sind doch Tausende vor ihm diesen Weg gegangen. Aber es zeichnet diesen Mönch vor allen anderen Jakobspilgern aus, dass er nach seiner Rückkehr einen „Pilgerführer“ in deutscher
Sprache schrieb. Darin erwähnt er in der Abfolge des Weges die Namen der Orte, die Entfernung zwischen ihnen, die Brücken und Fähren, Pässe über hohe Berge, Kirchen und Klöster. Immer wieder weist er auf Hospize
oder andere Stellen hin, wo man Almosen oder etwas zu essen und trinken bekommt, warnt vor schlechten Herbergen oder erteilt andere Ratschläge. Der Autor beschrieb gleich zwei Wege, die „Oberstraße“ von Einsiedeln
über Toulouse und die „Niederstraße“ von Aachen über Tours nach Santiago de Compostela.
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